25/10/16

Späte Anerkennung

Eine Monografie würdigt die wieder entdeckte Geta Brătescu

von Annette Hoffmann

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Manchmal erweist sich der Kanon als nicht ganz so kanonisch. Seit Beteiligungen an den Biennalen in Istanbul und Venedig wird das Werk Geta Brătescus (*1926) wieder entdeckt. Diese späte Anerkennung ist durchaus charakteristisch für das Lebenswerk von Brătescu, die in ihrer rumänischen Heimat aus politischen Gründen erst spät ihr Studium abschließen konnte. Sie ist vor allem Zeichnerin, macht aber auch Filme, Stoffarbeiten, Collagen und Fotografien. Die Monografie ist anlässlich ihrer Retrospektive in der Hamburger Kunsthalle veröffentlicht worden. Eine schöne Würdigung, die aber auch zeigt, wie sehr der Kunstbetrieb nach Neuem giert.

Geta Brătescu, Snoeck Verlag, Köln 2016, 192 S., 29,80 Euro | ca. 39,40 Franken




Snoeck