25/03/15

Buchner Bründler Architekten sollen das neue Kunsthaus Baselland bauen

Buchner Bründler Architekten haben den Wettbewerb für das Studienobjekt des neuen Kunsthaus Baselland gewonnen

von Simon Baur

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Der Entwurf von Buchner Bründler Architekten für das Kunsthaus Baselland auf dem Dreispitz, Foto: Buchner Bründler Architekten

Buchner Bründler Architekten haben den Wettbewerb für das Studienobjekt des neuen Kunsthaus Baselland gewonnen

Es ist nicht der erste Anlauf, aber der erfolgversprechendste: das Kunsthaus Baselland will von Muttenz ins Dreispitzareal umziehen. Wann, ist nur eine Frage der Zeit und der finanziellen Mittel. Im vergangenen Herbst hat die Grundeigentümerin des Geländes, die Christoph Merian Stiftung, und die Stiftung Kunsthaus Baselland einen Wettbewerb ausgeschrieben und die Büros Blue Architects (Zürich), Buchner Bründler Architekten (Basel), Käferstein Meister (Zürich), Lost Architekten (Basel) und Luca Selva Architekten, (Basel) mit der Erarbeitung eines Entwurfes für die heutige Dreispitzhalle beauftragt. Am 17. März wurde den Medien der Entscheid der Jury bekannt gegeben. Ihr gehörten von der Christoph Merian Stiftung Beat von Wartburg, Felix Leuppi und Martin Weis, von der Stiftung Kunsthaus Baselland Sven Hoffmann und Jan Bangert, ferner Niggi Ullrich, abgetretener Leiter kulturelles.bl, Anthony Vischer, Präsident des Kunstvereins Baselland sowie die beiden Architekten Paola Maranta und Andreas Wenger an.

Das Projekt von Buchner Bründler Architekten machte dabei das Rennen. Einfach haben es die fünf Büros der Entscheidungskommission nicht gemacht, doch auch die Bedingungen und Vorgaben an die Architekten stellten diese vor eine Herausforderung. Das Siegerprojekt überzeugt aber aus ganz unterschiedlichen Gründen. Es lässt die heutige Halle als solche bestehen und nimmt damit Bezug auf ihre ursprüngliche Funktion als Zwischenlager. Auch das Kunsthaus als Institution, das junge und renommierte, internationale und regional verankerte Kunst in Wechselausstellungen zeigt und nicht über eine permanente Sammlungsausstellung verfügt, hat transitorischen Charakter. Der Dachbereich wird neu mit drei dreieckigen Türmen versehen, die der Lichtzufuhr und der Nachtauskühlung dienen, aber auch als Wegmarken, die von weit her sichtbar sind, funktionieren. Zudem haben die Türme auch statischen Charakter, sie stabilisieren und stärken das Tragwerk des Daches. Kunsthistorisch gesehen, funktionieren diese Türme wie eine Ausseninstallation und erinnern in ihren Formen an die von Luis Barragan und Mathias Goeritz erstellten Türme in der „Ciudad Satelite“ im Norden Mexico Citys.  Der Eingangsbereich erfolgt von verschiedenen Seiten über einen grosszügigen offenen Hallenbereich und erfüllt damit die Projektidee der direkten Vernetzung mit dem Kunst-Campus. Der Ausstellungsbereich, der sich über zwei Geschosse erstreckt, bietet ein Angebot an verschiedenen Raumgrössen und -höhen, die eine unterschiedliche Bespielung erlauben.

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So könnte das neue Kunsthaus Baselland von innen aussehen, Foto: Buchner Bründler Architekten

Längst sind noch nicht alle Fragen geklärt. Die Stiftung Kunsthaus Baselland wird nun mit dem Kunstverein Baselland, der Christoph Merian Stiftung und mit den zuständigen Behörden die weiteren Schritte im Hinblick auf die Realisierung abstimmen. Auch die Finanzierung ist noch nicht gesichert. Immerhin sind im Kulturleitbild der Umzug des Kunsthauses Baselland und die Übernahme von 30 Prozent der Kosten durch den Kanton formuliert. Viel hängt da von der Nachfolgerin von Urs Wüthrich Monika Geschwind ab. Sven Hoffmann, Präsident der Stiftung Kunsthaus Baselland, aber auch Anthony Vischer, Präsident des Kunstvereins Baselland, zeigen sich zuversichtlich, dass es ihnen gelingen wird, die finanziellen Mittel zu finden, die für den Um- und Neubau erforderlich sind. Einer ersten Schätzung gemäss beläuft sich der Betrag auf um acht Millionen Schweizer Franken. Obwohl Sven Hoffmann vor den Medien sagte, man stehe nicht unter Zeitdruck, darf nun keine Zeit verschwendet werden. Die Bewilligung für den Betrieb der Dreispitzhalle läuft 2017 aus, insofern sollte spätestens zu diesem Zeitpunkt mit dem Bau begonnen werden. Andernfalls müsste wieder ein neuer Ort gesucht und das bestehende Projekt dahingehend verändert werden. Da nun aber alle gemeinsam an einem Strick ziehen, ist zu hoffen, dass die finanziellen Mittel baldmöglichst beisammen, die Rahmenbedingungen geklärt und mit dem Bau rechtzeitig begonnen werden kann. Das neue Haus ist nicht nur für den Kanton Baselland und sein Kulturleben zentral, es fügt sich auch ideal in den bestehenden Kunst-Campus auf dem Dreispitzareal ein.   

 

Studienprojekte für ein neues Kunsthaus Baselland

Kunsthaus Baselland

St. Jakob-Str 170, Muttenz/Basel.

Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag bis Sonntag 11.00 bis 17.00 Uhr, Mittwoch 14.00 bis 20.00 Uhr.

15. bis 26. April 2015.

 




Kunsthaus Baselland