20/11/14

Frische Hardware, mehr Programme

Direktorin Sabine Himmelsbach freut sich auf eine neue Ära im Haus der elektronischen Künste Basel

von Annette Hoffmann

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Ryoji Ikeda, data.tron (3SXGA+version), 2009, Foto: Ryuichi Maruo, © Ryoji Ikeda

Direktorin Sabine Himmelsbach freut sich auf eine neue Ära im Haus der elektronischen Künste Basel

Artline: Das Haus der elektronischen Künste feiert ab dem 21. November die Eröffnung seines neuen Gebäudes auf dem Basler Dreispitz. Was hat das neue HeK was das alte nicht hatte?

Sabine Himmelsbach: Das neue HeK hat jetzt endlich optimale Präsentationsbedingungen für Medienkunst. Wir konnten unsere Ausstellungsfläche um einiges vergrößern. Sie beträgt jetzt etwa 550 m2 und kann flexibel genutzt und umgebaut werden. Neu hinzugekommen sind ein Raum für Vermittlungsaktivitäten und ein multifunktionaler Veranstaltungsraum, ausgestattet mit Beamer und Soundanlage. Außerdem werden wir ein Café bekommen. 

 

Artline: Das heißt, es wird auch Konzerte geben?

Sabine Himmelsbach: Ja, das Haus heißt nicht umsonst im Plural Haus der elektronischen Künste. Wir arbeiten spartenübergreifend: Musik, Design, Performance gehören ebenso zu unserem Spektrum wie die bildende Kunst. Die experimentelle Musik wird ein Schwerpunkt im Programm sein, es wird aber auch andere interdisziplinäre Projekte geben.

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Monica Studer, Christoph van den Berg, A band of floating mushrooms, auf dem Dach des hek, Foto: Lukas Zitzer

Artline: Während des Umbaus war das HeK zu Gast im Kiosk an der Kaserne. Welche Erfahrungen nehmen Sie von dort mit aufs Dreispitz?

Sabine Himmelsbach: Mit dem Kiosk konnten wir ein Schaufenster in der Innenstadt installieren. Für uns war es gut, dass ein Laufpublikum auf die Aktivitäten des Hauses aufmerksam wird. Mir war es wichtig, dass wir junge Schweizer Künstlerinnen und Künstler einladen konnten, neue Arbeiten zu produzieren. Auch in Zukunft wollen wir ein Partner für Künstler sein und ihnen im Rahmen unseres Programms helfen, neue Arbeiten zu realisieren. Die Umbauphase haben wir genutzt, um uns mit anderen Partnern zu vernetzen. Beim trinationalen Festival Triptic waren wir an mehreren Kooperationsprojekten beteiligt und im September haben wir zusammen mit der Kaserne und dem Museum Tinguely ein gemeinsames Programm zum Thema „Portable Reality“ realisiert. Unser multidisziplinäres Profil ist geradezu ideal dafür, sich mit anderen Institutionen zu vernetzen.

 

Artline: Was erwartet die Besucher an der Eröffnungsschau des Japaners Ryoji Ikeda?

Sabine Himmelsbach: In New York hat er gerade auf dem Times Square die Arbeit „Transfinition“ gezeigt und für die Ruhr-Triennale 2013 eine 100 Meter lange Bodenprojektion realisiert. Bei uns wird es eine beeindruckende Videoinstallation aus der Werkgruppe „datamatics“ zu sehen geben, in deren Datenmeer man geradezu eintauchen kann. Unsere Ausstellung wird Arbeiten aus verschiedenen Werkgruppen vereinen und so einen spannenden Überblick auf Ikedas Werk geben.        

Hek - Haus der elektronischen Künste Basel

Freilagerplatz 9, Basel.

Das Eröffnungswochenende startet am 21. November 2014, um 18.30 Uhr. Bis 23. November 2014.

Royoji Ikeda, bis 29. März 2015.

 

 




Haus der elektronischen Künste Basel