10/10/13

Vom Siegeszug des Comics in der Kunst

Nicht nur die Künstler der Pop-Art lieben Comics. Ein Band zeigt Comics in der Gegenwartskuns

von Florian Weiland

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Kaboom! Comic in der Kunst, Kehrer Verlag, Heidelberg 2013, 239 S., 29,90 Euro | 45 Franken

Nicht nur die Künstler der Pop-Art lieben Comics. Ein Band zeigt Comics in der Gegenwartskuns

Comics sind in. Vor gar nicht allzu langer Zeit noch als Schund verpönt, werden Comics – neuerdings auch gerne als „Graphic Novel“ tituliert – heute vom Feuilleton gefeiert. Einen Siegeszug ohnegleichen können auch ihr japanisches Pendant, die Mangas, verbuchen. Die Kunst hat die Comics schon erheblich länger für sich entdeckt. Allen voran Pop Art-Künstler wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein oder Mel Ramos wussten das kreative Potential der Sprechblasenhelden für sich zu nutzen und hoben die Unterscheidung zwischen Hoch- und Populärkultur auf. Aus der Gegenwartskunst sind Comics nicht mehr wegzudenken. Der Bildband zeichnet den Einfluss von Comics auf die zeitgenössische Kunst seit den 1950er Jahren bis heute nach und stellt rund 30 Künstler vor, die Bildwelten, Methoden und Strukturen des Comic nutzen, um ästhetische und gesellschaftliche Phänomene kritisch zu hinterfragen. Nicht selten mit Humor und bissiger Ironie. Entschieden zu kurz kommen dabei die eigentlichen Comiczeichner, die ihrerseits immer öfter in renommierten Kunstmuseen ausgestellt werden.




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