27/04/20

Corona-Studios

Eine täglich wachsende Online-Ausstellung auf artline.org über künstlerische Praxis im Rückzugsmodus

von red.

coronablinds.jpgCountdown zum Reopening: Noch sind die Rolläden geschlossen, aber das Licht ist schon mal an. Foto: Pick Pac

Es ist Montagmittag, Ende April. Seit über einem Monat haben die Museen geschlossen. Es gibt derzeit keine Veranstaltungen, keine Vernissagen, keine Talks; es gibt keine Performances, Konzerte oder Filmscreenings. Stattdessen haben Abstandsregeln, Hygienevorschriften und Homeoffice-Routinen unseren Alltag nach wie vor fest im Griff, auch in der Kunstwelt. Trotz erster Lockerungen ist schon heute absehbar, dass es noch eine Weile dauern wird, bis wir uns in der sogenannten neuen Normalität wiedersehen werden.

In den vergangenen Wochen haben wir uns viel Gedanken über die Möglichkeiten von Kunstkritik in Zeiten des Lockdowns gemacht und darüber, welche unterschiedlichen individuellen Wirkungen die derzeitigen Beschränkungen des öffentlichen Lebens und das Gebot des Rückzugs in die eigenen vier Wände auf die künstlerische Praxis von Kunstschaffenden in der Region haben. Die Kunst ist nahezu unsichtbar geworden. Daraus ist die Idee zu einem Online-Ausstellungsprojekt mit dem Titel „Corona Studios“  entstanden, für das wir rund 30 Künstlerinnen und Künstler baten, uns eine ihrer Arbeit zu zeigen, die seit März entstanden ist, flankiert von einem kurzen (oder auch längeren) Statement zu den besonderen Umständen ihres Entstehens sowie zur Kunstproduktion im Rückzugsmodus und möglichen nachhaltigen Effekten auf das eigene künstlerische Schaffen.

Tag für Tag gegen 18 Uhr, bis in die erste Juniwoche, so hoffen wir, wird sich daraus ein vielschichtiges Bild des Kunstschaffens im gegenwärtigen Ausnahmezustand ergeben. Parallel dazu werden wir an einem fortlaufenden Essay schreiben, in dem wir versuchen, die sich momentan beständig verändernden Bedingungen im Kunstfeld bis zur Ankunft der sogenannten neuen Normalität zu reflektieren. Wir wünschen Ihnen und uns viel Vergnügen beim Countdown bis zum Wiedersehen mit der Kunst in der physischen Welt.

Annette Hoffmann / Dietrich Roeschmann



Mit freundlicher Unterstützung
von artforum3 e.V.

Dieses Projekt wird gefördert vom Kulturamt Freiburg:

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Corona Studios. Zu den Arbeiten der Online-Ausstellung