24/10/12

Unbekannter Kontinent Kunst

Neuerscheinungen informieren über zeitgenössische indische Kunst und verschwundene Werke.

von red.

Neuerscheinungen informieren über zeitgenössische indische Kunst und verschwundene Werke.

Unbekannter Kontinent


India: Art Now, Hatje Cantz, Ostfildern 2012, 156 S., 35 Euro | 46.90 Franken

Der englischsprachige, reich bebilderte Ausstellungskatalog präsentiert in unterschiedlichen Textformaten – Essays, Interviews, Künstlerangaben und biografischen Exkursen – Werke von dreizehn renommierten indischen Künstlern, die wesentliche Aspekte des gesellschaftlichen und städtischen Wandels Indiens reflektieren. Werke und Texte behandeln Fragen von Nation und Identität im Schnittpunkt von Globalität und Lokalität, von historischen Konflikten, wachsenden Megacitys und internationalisiertem Kunstbetrieb. Ein interessanter erster Einblick.
Yvonne Ziegler


Céline Delavaux: Kunst, die Sie nie sehen werden
Prestel Verlag, München 2012, 192 S., 24,95 Euro | 39.90 Franken

Céline Delavaux verspricht nicht zu viel. Diese Kunst werden Sie nicht sehen – egal wie lang die Liste mit Museen ist, die sie sich zu besichtigen vorgenommen haben. Denn die Werke, denen die Autorin kurze Porträts widmet, sind verbrannt, verborgen oder in Kriegen verschollen. Darunter befindet sich das persische Königsbuch Schahname aus dem 16. Jahrhundert, das mittlerweile seitenweise verkauft wurde, Werke von Christo und ein Abguss der britischen Künstlerin Rahel Whiteread, aber auch Juwelen. Es ist ein anregendes Kompendium, das die Autorin zusammengestellt hat und das niederschwellig über den Begriff des Werkes und seine museale Präsentation nachdenken lässt.
Annette Hoffmann

Hatje Cantz

Prestel Verlag