09/07/18

Landpartie Teil 1

Wenn der Sommer naht, wagt sich auch die Kunst nach draußen. Ein guter Grund, ihr zu folgen. Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen die schönsten Ausflugsziele vor

von red.

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Water Yump - ein schwimmendes Ensemble im Rhein, Ausstellungsflyer 2018, Courtesy Thomas Geiger und Benedikt Wyss

 

Water Yump
Basel

Okay, okay, dem „Water Yump“ von Thomas Geiger gingen die „Water Yam“ von George Brecht voraus – kleine bedruckte Karten mit Anweisungen. Doch originell ist es dennoch und wer den Rhein im Sommer sieht, weiß sowieso, was er machen sollte: sich treiben lassen. Geiger, der schon lange an öffentlichen Orten interessiert ist, und der Basler Kurator Benedikt Wyss haben zwölf Künstlerinnen und Künstler eingeladen, sich mit dem Rhein oder dem Wasser zu befassen. Vom Museum Tinguely wird die Ausstellung täglich bis zur Florastrasse schwimmen. Dort im Projektraum von Waldburger Wouters & ShanghART ist sie bis zum 29. Juli zu sehen. Am besten jedoch: einfach folgen. Nino Baumgartner bietet Hilfe und Unterstützung beim Schwimmen an.

9. bis 14. Juli 2018.

Benedikt Wyss



Arte Castasegna
Castasegna

Selbst so eine Dorfschönheit wie Castasegna lässt sich noch toppen. Mit Kunst. Das in der Region Maloja im Kanton Graubünden liegende Dorf ist durch die Nähe zu Italien bestimmt und wurde in diesem Jahr vom Verein Progetti d’Arte im Val Bregaglia als Ort für Interventionen und Kunstaktionen auserkoren. Das Kunstprojekt, zu dem sowohl Schweizer als auch italienische Künstlerinnen und Künstler eingeladen wurden, setzt sich mit den sozialen, geschichtlichen und politischen Strukturen des Dorflebens auseinander. Zum Programm gehören geführte Kunstspaziergänge, ein Konzert von San Keller, die Präsentation von Künstlerbüchern sowie ein Flohmarkt und eine Führung zur Herstellung von Johannisöl.  

Bis 21. Oktober 2018.

Art Castasegna


 

James Turrell
Lech am Arlberg

„Oft schauen wir zum Himmel und denken, dass er so weit weg ist. Aber meine Skyspaces bringen den Himmel herunter an die Decke des Raumes, in dem man sich befindet“, sagt James Turrell. Der US-amerikanische Künstler entdeckte den Ort beim Spaziergehen in Lech am Arlberg. Doch keine Bange, Turrell wird aus der Bergregion keine Kraterlandschaft machen, so wie er sie in Arizona vorgefunden hatte und dort in einem erloschenen Vulkan sein Lebenswerk „Roden Crater“ verwirklichte. Der Skyspace Lech wird zum großen Teil unterirdisch sein und sich im Inneren eines Bergkegels befinden. Durch eine Öffnung wird man in den Himmel sehen können. James Turrell entwirft Orte, die Hybride sind zwischen Natur und Kunst, Architektur und Landschaft. Das Licht nimmt dabei eine besondere Rolle ein, so dass Turrells Skyspaces immer auch Räume für emotionale, wenn nicht spirituelle Erlebnisse sind.

Ab 2. September 2018.

Skyspace


 

7. Bad RagARTz
Bad Ragaz

In Bad Ragaz wird auf der siebten Schweizerischen Triennale der Skulptur Kunst in Gewicht gemessen. Und da kommt einiges zusammen: 2.600 Tonnen. Man könnte auch sagen, an der diesjährigen Ausgabe, die in Bad Ragaz im Kanton St. Gallen und in Liechtenstein stattfindet, beteiligen sich 77 Künstlerinnen und Künstler. Ja, man kann fast den Eindruck gewinnen, die Triennale habe es mit der Zahl sieben. Viel Wert wird in Bad Ragaz auf einen niederschwelligen Zugang zur Kunst gelegt. Da gibt es einen zehn Kilometer langen Skulpturenweg und am 18. August wird ein Künstlerfest gefeiert, das Einheimische und Gäste zusammenführt. Gut 400 Kunstwerke sind bis in den Winter in Bad Ragaz und Vaduz zu entdecken.   

Bis 4. November 2018.

Bad Ragartz