09/07/18

Tipps vom 9. Juli bis 17. August 2018

von red.

kw28.png

Goshka Macuga, Vernissage: 12. Juli 2018, 19.00 Uhr

Man darf den Titel von Goshka Macugas Schau „Intellectual Co-Operation“ ernst nehmen. Löst er sich doch ganz praktisch in einer Zusammenarbeit des Neuen Museums mit dem Germanischen Nationalmuseum ein, wo die Installation „International Institute of Intellectual Co-Operation“ zu sehen sein wird. Kunst mit doppeltem Bewusstsein.

Neue Museum Nürnberg, Klarissenplatz, Nürnberg.
13. Juli bis 16. September 2018.
Neues Museum

 

Werk- und Atelierstipendien, Vernissage: 13. Juli 2018, 18.00 Uhr

Die Ausstellung der Werk- und Atelierstipendien hat immer etwas von einer Wundertüte, gleicht sie doch einem Blick in sämtliche Ateliers der Zürcher Künstlerinnen und Künstler. Die Schau zeigt die erste Runde des jurierten Verfahrens und die Preisträger, an die die Werk- und Atelierstipendien der Stadt Zürich am Ende gehen.

Helmhaus, Limmatquai 31, Zürich.
14. Juli bis 2. September 2018.
Helmhaus

 

David Claerbout, Vernissage: 13. Juli 2018, 19.00 Uhr

Jemand, der derart an der Verlangsamung interessiert ist wie der Belgier David Claerbout kennt natürlich den Komponisten Eric Breton. Breton schrieb therapeutische Musik, die die Patienten beruhigen sollte. Claerbouts Arbeit „Travel“ baut auf diesem langsamer werdenden Rhythmus auf und verbindet diesen mit einer Reise durch den Wald.

Kunsthaus Bregenz, Karl-Tizian-Platz, Bregenz.
14. Juli bis 7. Oktober 2018.
Kunsthaus Bregenz

 

Experimentalstudio des Polnischen Rundfunks, Vernissage: 13. Juli 2018, 19.00 Uhr

Das 1957 gegründete Experimentalstudio des Polnischen Rundfunks war über seine elementaren Funktionen hinaus wegweisend für den Wandel der Popkultur im damaligen Ostblock. Toningenieure und Musiker, die für Film, Radio und Fernsehen arbeiteten, gaben sich die Klinke in die Hand und suchten neue Formen von Musik zu verbreiten.

ZKM, Lorenzstr. 19, Karlsruhe.
14. Juli 2018 bis 6. Januar 2019.
ZKM

 

Auf der ganzen Linie, Vernissage: 15. Juli 2018, 11.00 Uhr

Kaum zu glauben, dass die Zeichnung derart lange unterschätzt wurde und nicht als autonome Gattung um ihrer selbst wahrgenommen wurde. Mittlerweile steht sie für die interessantesten Entwicklungen zeitgenössischer Kunst. Die Schau zeigt unter anderem Arbeiten von Rudolf de Crignis, Marcia Hafif, Thomas Müller und Caroline Kryzecki.

Kunstraum Alexander Bürkle, Robert-Bunsen-Str, 5, Freiburg.
15. Juli bis 16. September 2018.
Kunstraum Alexander Bürkle

 

Christina Hemauer und Roman Keller

Es hilft natürlich, dass Roman Keller an der ETH Zürich Umweltwissenschaften studiert hat. Die Kunstprojekte von Christina Hemauer und Roman Keller sind so fundiert wie gewitzt und klug. „Wärme tanken“ heißt ihre erste Einzelschau in Deutschland, die hoffen lässt, dass der Mensch ökologisch doch noch zur Vernunft kommen könnte.

Gesellschaft der Freunde junger Kunst, Marktplatz 13, Baden-Baden.
15. Juli bis 2. September 2018.
Gesellschaft der Freunde junger Kunst

 

Marcia Hafif

Die amerikanische Malerin Marcia Hafif, die in diesem Jahr starb, ist vor allem durch ihre radikale Befragung des Bildes bekannt geworden. Weniger geläufig ist, dass sie auch Filme gedreht hat. In den 1960er Jahren war sie Teil einer sehr innovativen Kunstszene in Kalifornien und setzte sich mit dem Experimentalfilm auseinander.

Lenbachhaus, Luisenstr. 33, München.
17. Juli bis 30. September 2018.
Lenbachhaus

 

Generations II

Von Beginn an hat sich die Sammlerin Ingvild Goetz für Kunst von Frauen interessiert. Und so ist das Werk von Rosemarie Trockel oder Mona Hatoum gut vertreten, aber auch das jüngerer Künstlerinnen wie Nathalie Djurberg. Im zweiten Teil des Ausstellungsprojekts geht es um den Körper und die Aspekte Sexualität, Geschlecht und Identität.

Haus der Kunst, Prinzregentenstr. 1, München,.
17. Juli bis 30. September 2018.
Haus der Kunst

 

Petrit Halilaj, Vernissage: 19. Juli 2018, 18.00 Uhr

Die erste Bekanntschaft mit dem Elternhaus von Petrit Halilaj und seinem Dorf konnte man im deutschsprachigen Raum auf der 6. Berlin Biennale machen. Seitdem hat sich der 1986 im Kosovo geborene Halilaj einen Namen damit gemacht, ausgehend von seinen Kindheitserinnerungen seine Heimat zu rekonstruieren und darüber zu reflektieren.

Zentrum Paul Klee, Fruchtland 3, Bern.
20. Juli bis 19. August 2018.
Zentrum Paul Klee

 

Alina Szapocznikow, Vernissage: 20. Juli 2018, 19.00 Uhr

Wenn die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden nun eine Einzelschau mit Werken von Alina Szapocznikow zeigt, wird es die erste Retrospektive der polnischen Künstlerin sein, die 1973 starb. Wiederentdeckt wurde sie auf der documenta 12 und 14. Szapocznikow, die mehrere Konzentrationslager überlebte, setzte sich mit dem Körper auseinander.

Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Lichtentaler Allee 8a, Baden-Baden.
21. Juli bis 7. Oktober 2018.
Staatliche Kunsthalle Baden-Baden

 

Hyperrealistische Skulptur in der Kunst, Vernissage: 20. Juli 2018, 19.00 Uhr

Hand aufs Herz, wer war angesichts einer Skulptur von Duane Hanson noch nie dazu verleitet, sie anzusprechen? Die Kunsthalle Tübingen verfolgt in ihrer Schau das Bedürfnis des Menschen, ein möglichst ähnliches Abbild von sich selbst zu schaffen und zeigt unter anderem Werke von Maurizio Cattelan, Robert Gober und Marie-Eve Levasseur.

Kunsthalle Tübingen, Philosophenweg 76, Tübingen.
21. Juli bis 21. Oktober 2018.
Kunsthalle Tübingen

 

Top 0018, Vernissage: 22. Juli 2018, 11.00 Uhr

Gegen Ende des Semesters wird es an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe noch einmal richtig hektisch. Denn es wird in großem Stil ausgestellt. Nicht nur werden die Ateliers geöffnet, sondern auch die gut 20 Meisterschülerinnen und -schüler der Karlsruher Akademie zeigen im Heidelberger Kunstverein ihre Arbeiten.

Heidelberger Kunstverein, Hauptstr. 97, Heidelberg.
22. Juli bis 19. August 2018.
Heidelberger Kunstverein

 

Hiroyuki Masayuma

„Die Gegenwart selbst ist nur ein winziger Moment, den wir kaum wahrnehmen“, sagt der 1968 geborene Japaner Hiroyuki Masayuma, der seit den 90er Jahren in Düsseldorf lebt. Masayuma verdichtet lange Reisen zu einem fotografischen Augenblick und setzt sich auch mit der Malerei eines Caspar David Friedrichs oder William Turners auseinander.

Museum im Kulturspeicher, Oskar-Laredo-Platz 1, Würzburg.
4. August bis 4. November 2018.
Kulturspeicher

 

Hojin Kang, Vernissage: 4. August 2018, 17.00 Uhr

Er habe es immer geliebt, mit Bildern und Räumen Geschichten zu erzählen, sagt Hojin Kang. Der 1986 geborene Designer, der in Berlin lebt, hat ein Studio für interdisziplinäres Design gegründet und befasst sich in seiner Ulmer Schau mit Icons und dem Vorgang des Bufferings. Die Welt im Zustand des Zwischenspeicherns.

Kunstverein Ulm, Kramgasse 3, Ulm.
5. August bis 16. September 2018.
Kunstverein Ulm

 

Jan Hostettler

Als Jan Hostettler im Rahmen eines Stipendiums nach Istanbul wanderte, fand er auf seinem Weg fünf Autorückspiegel. Trotz der ersten eher kärglichen Ausbeute ist aus Scherben von Spiegeln mittlerweile eine ganze Werkgruppe des Basler Künstlers entstanden mit Installationen, Malerei und Performances, die nun erstmals gezeigt wird.

Sic! Neustadtstr. Luzern.
11. August bis 22. September 2018.
Sic!

 

Bernard Voïta

Am Anfang standen bei Bernard Voïta Fotografien, die abstrakt wirkten, aber Ateliergegenstände waren. Später drängten diese wieder in die dritte Dimension. Was die Fotos und die Installationen sowie Objekte eint, ist der heitere Ernst, mit dem der 1960 geborene Welschschweizer sein Werk entwickelt und die Dialektik kultiviert.

Kunstmuseum Solothurn, Werkhofstr. 30, Solothurn.
11. August bis 21. Oktober 2018.
Kunstmuseum Solothurn