17/06/19

Tipps vom 17. Juni bis 29. Juli 2019

von red.

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Katharina Hinsberg, Vernissage: 19. Juni 2019, 19.00 Uhr

Es gibt nur wenige, die eine derart radikale Auffassung von Zeichnung haben wie die 1967 geborene Katharina Hinsberg. So experimentiert Hinsberg, die seit 2011 an der HBK Saar eine Professur für konzeptuelle Malerei innehat, mit verschiedenen Tonpapieren, die sie austauscht und die auf Bewegungen im Raum reagieren oder mit Cuts.

Saarlandmuseum, Bismarckstr. 11-19, Saarbrücken.
20. Juni bis 31. Dezember 2019.

 

Inner Diary, Vernissage: 22. Juni 2019, 15.00 Uhr

In Scuol steht derzeit alles im Zeichen des Wassers, denn dort feiert man die erste urkundliche Erwähnung der Mineralquellen im Jahr 1369. Auch die Kunst geht ad fontes und so versteht sich das Zentrum für Gegenwartskunst Nairs selbst als eine solche Quelle, in die die Stipendiaten-Künstler getrost ein- und abtauchen können.

Fundazion Nairs, Scuol.
21. Juni bis 27. Oktober 2019.
Fundazion Nairs

 

Passion. Bilder von der Jagd

Die Verbindung zwischen Jagd und Kunst ist fast so alt wie die Menschheit. Die Jagd ist eines der ältesten Motive der Kunst. Danach fremdelte man mit einander. Das Bündner Kunstmuseum nimmt den Faden nun wieder auf und zeigt in einem veränderten Kontext eine Ausstellung mit Werken zeitgenössischer Kunst und kulturhistorischen Objekten.

Bündner Kunstmuseum, Postplatz, Chur.
22. Juni bis 27. Oktober 2019.
Bündner Kunstmuseum

 

Marc Chagall: 28. Juni 2019, 18.00 Uhr

Die Werke dieser Chagall-Ausstellung sind besonders. Stammen sie doch aus der Sammlung von Eberhard Kornfeld, der mit Marc Chagall befreundet war. Der Schweizer Kunsthändler sammelte vor allem Papierarbeiten Chagalls, Radierungen, Holzschnitte, Gouachen und Lithografien mit Motiven aus Chagalls Heimatstadt Witebsk und Paris.

Schloss Spiez, Schlossstr. 16, Spiez.
29. Juni bis 13. Oktober 2019.
Schloss Spiez

 

Bauhaus Ulm

Wenn in Ulm eine Ausstellung über das Bauhaus gemacht wird, ist das keine der üblichen Jubiläumsjahr-Schauen. Denn lange konnte man sich in Ulm als legitimer Nachfahr der berühmten Institution nach dem Zweiten Weltkrieg fühlen. Selbst Walter Gropius gab sein Okay, die Hochschule für Gestaltung quasi als Erbin einzusetzen.

Museum Ulm, Marktplatz 9, Ulm.
28. Juni bis 13. Oktober 2019.
Museum Ulm

 

Edge of Now

Die Karlsruher Station ist die letzte eines dreiteiligen Ausstellungsprojektes, das junge Medienkünstler fördert. Es beruht auf einer Zusammenarbeit des ZKMs mit dem Nam June Paik Art Center in Südkorea und dem Shanghaier Chronus Art Center. Die drei Künstler Kim Hee-cheon, Yang Jian und Verena Friedrich wurden dafür ausgewählt.

ZKM, Lorenzstr. 27, Karlsruhe.
29. Juni bis 27. Oktober 2019.
ZKM

 

Face it!, Vernissage: 28. Juni 2019, 19.00 Uhr

Das Gesicht ist unser eigentliches Kommunikationsmittel. Wir zeigen mit unseren Mienen Emotionen, auch, wenn wir sie verbergen wollen. Die Ausstellung mit Werken unter anderem von Marlene Dumas und Edvard Munch geht nun dem Gesicht in der bildenden Kunst nach zwischen Selbstbild und Konvention, zwischen privat und öffentlich.

Kunstmuseum Ravensburg, Burgstr. 9, Ravensburg.
29. Juni bis 29. September 2019.
Kunstmuseum Ravensburg

 

Bea Schlingelhoff, Vernissage: 29. Juni 2019, 18.00 Uhr

Die 1971 geborene Bea Schlingelhoff, die sich bereits mit dem Verhältnis zwischen Revolution und Schrifttypen befasst hat, reagiert oft auf den jeweiligen Ausstellungsort. Für „Pieces of glass“ wird sie sich mit dem im 17. Jahrhundert entstandenen Freulerpalast auseinander setzen, in dem sich das Landesmuseum befindet.

Kunsthaus Glarus, zu Gast im Freulerpalast, Glarus.
30. Juni bis 3. November 2019.
Kunsthaus Glarus

 

Carmen Perrin

Genau genommen setzt sich Carmen Perrin mit genuin bildhauerischen Fragen auseinander. So geht es in ihren Arbeiten um das Verhältnis von Tiefe und Raum, Materie und Leere. Die Künstlerin perforiert oft Papiere, die sie übereinander stapelt und als Wandobjekte präsentiert. Die Schau zeigt einen Überblick auf die letzten zehn Jahre.

Kunsthaus Grenchen, Bahnhofstr. 53, Grenchen.
30. Juni bis 21. September 2019.
Kunsthaus Grenchen

 

Hiwa K

Mit dem Träger des Hector-Kunstpreises Hiwa K, dessen Werk in dieser Schau vorgestellt wird, steht ein ausgesprochen politischer Künstler im Zentrum. Der 1974 geborene und in Berlin lebende Hiwa K stammt aus dem kurdischen Teil des Iraks und ist durch seinen Auftritt auf der documenta 14 einem breiteren Publikum bekannt geworden.

Kunsthalle Mannheim, Friedrichplatz 4, Karlsruhe.
5. Juli bis 1. September 2019.
Kunsthalle Mannheim

 

William Turner, Das Meer und die Alpen

Die Reise von England in die Schweiz mag nach unseren heutigen Vorstellungen im frühen 19. Jahrhundert strapaziös gewesen sein. Dafür musste William Turner nicht viel tun, um einen guten Blick auf die Rigi zu haben. Da reichte das Hotel. Sechs Mal bereiste er die Schweiz zwischen 1802 und 1844 und fand dort das Erhabene.

Kunstmuseum Luzern, Europaplatz 1, Luzern.
6. Juli bis 13. Oktober 2019.
Kunstmuseum Luzern

 

Nina Canell

Die schwedische Künstlerin hat uns gezeigt, wie attraktiv das Innenleben von Kabeln ist und dass selbst Schnecken einen zweiten Blick verdient haben. Nina Canell interessiert sich für verborgene Prozesse, die eine Poesie der Materialien freilegen, gerade dort, wo man sie nicht vermutet hat. Canell macht aus diesen Prozessen Skulpturen.

Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Lichtentaler Allee 8a, Baden-Baden.
6. Juli bis 13.Oktober 2019.
Staatliche Kunsthalle Baden-Baden

 

Albert Oehlen

Albert Oehlen mag zwar ein „Neuer Wilder“ in den 1980er Jahren gewesen sein, doch Oehlen, der seit 2002 im schweizerischen Gais lebt, hat sich immer weiterentwickelt. Vielleicht lag dies auch daran, dass seine Arbeiten für eine gewisse Offenheit stehen. So gibt es figurative und abstrakte, aber auch computerbasierte Elemente.

Lokremise, Grünbergstr. 3, St. Gallen.
6. Juli bis 10. November 2019.
Lokremise

 

Ars viva 2019

Den Preis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft gibt es seit 1953. In diesem Jahr geht er an Niko Abramidis & Ne, Cana Bilir-Meier und Keto Logna. Mit Ersterem hat die Jury jemanden gefunden, der sich mit der besonderen Ästhetik von Großunternehmen auseinandersetzt. Der 1987 geborene Künstler nimmt sie als eine Symbolik der Macht.

Kunstmuseum Bern, Hodlerstr. 12, Bern.
6. Juli bis 18. August 2019.
Kunstmuseum Bern

 

Céline Condorelli, Vernissage: 6. Juli 2019, 17.00 Uhr

Wenn die französisch-italienische Künstlerin Céline Condorelli Installationen mit Vorhängen schafft, heißt das nicht, dass der Bühnenraum sich erst dahinter ereignet. Sie bringt damit vielmehr den Vorhang als eine Art Display ins Spiel. Im Werk der 1974 geborenen Künstlerin verbindet sich Architektur, Raum und Kunst zur Theatralik.

Kunsthaus Pasquart, Seevorstadt 71/73, Biel/Bienne.
7. Juli bis 8. September 2019.

 

Mai-Thu Perret, Vernissage: 11. Juli 2019, 19.00 Uhr

Ihre Arbeit sei mehr wie eine Symphonie als eine einzelne Stimme, hat Mai-Thu Perret einmal gesagt. Wer hier so munter mitmusiziert, sind unter anderem die modernistischen Bewegungen, sei es Konstruktivismus, Dada und Bauhaus. In ihren Arbeiten untersucht sie deren utopisches Potential und verbindet sie mit Feminismus und Kunsthandwerk.

Badischer Kunstverein, Waldstr. 3, Karlsruhe.
12. Juli bis 15. September 2019.
Badischer Kunstverein

 

Nachts. Die Sammlung Goetz zu Gast

Nimmt man die Nacht als entgegengesetzter Pol des Tages, kann man viel in sie hineinprojizieren. Die Abwesenheit des Lichts lässt sie in die Nähe des Verbrechens, der Magie, von Kneipen und Bars, aber auch des Traums rücken. Filme, Videos, Installationen und Fotos aus der Sammlung Goetz bringen nun Licht ins Dunkle. Nicht verschlafen.

Haus der Kunst, Prinzregentenstr. 1, München.
12. Juli bis 27. Oktober 2019.
Haus der Kunst

 

Silvia Bächli

Die Schweizer Künstlerin Silvia Bächli ist in Karlsruhe keine Unbekannte. Lange hat sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste gelehrt. Nach einem Stipendienaufenthalt in London zeigt sie in Karlsruhe nun die dort entstandenen Zeichnungen, die sich verstärkt mit dem Körper und Zeichnen als Wahrnehmung befassen.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Hans-Thoma-Str. 6, Karlsruhe.
13. Juli  bis 29. September 2019.
Kunsthalle Karlsruhe

 

Kunststipendien der Stadt Zürich

Es gibt lieb gewonnene Konstanten im Kunstbetrieb. Neben den Jahresausstellungen vor Weihnachten sind es die Stipendienschauen. Die Stadt Zürich veranstaltet diese im Sommer, ein schöner Zug, geht es doch in diesen oft auch ein bisschen familiärer zu. Man kennt sich und schaut, woran die Zürcher Kunstschaffenden gerade arbeiten.

Helmhaus, Limmatquai 31,  Zürich.
13. Juli bis 8. September 2019.
Stadt Zürich

 

Rachel Maclean, Vernissage: 13. Juli 2019, 17.00 Uhr

Die Arbeiten der schottischen Künstlerin Rachel Maclean sonderbar zu finden, wäre eine Übertreibung. Ein bisschen wirken diese Bilder und Filme wie ein Re-Make von William Hogarth aus dem Geist von Ryan Trecartin. Denn auch Maclean verfolgt mit ihren schrägen Karikatur-Tableaus sozial- und gesellschaftskritische Impulse.

Kunsthalle Winterthur, Museumstr. 52, Winterthur.
14. Juli bis 8. September 2019.
Kunsthalle Winterthur

 

Heidi in Japan

In den 1970er Jahren konnten sich Kinder über die merkwürdig niedlichen Augen und Gesichtszüge von Heidi im Fernsehen wundern. Die Zeichentrickserie über Heidi nach dem Roman von Johanna Spyri war ein Rückimport aus Japan. Sie markierte den Start für die weltweit erfolgreichen Anime-Filme und war eine clevere Imagekampagne.

Landesmuseum Zürich, Museumstr. 2, Zürich.
17. Juli bis 13. Oktober 2019.
Landesmuseum

 

Werner Pokorny

Nur wenige Bildhauer setzen sich derart grundsätzlich mit der Skulptur auseinander wie Werner Pokorny. Mit einer Einzelschau des 1949 geborenen Werner Pokorny eröffnet die Kunsthalle Schweinfurt wieder ihre Räume. Neben der Auseinandersetzung mit dem Material befasst sich Pokorny auch konzeptuell und handwerklich mit der Skulptur.

Kunsthalle Schweinfurt, Rüferstr. 4, Schweinfurt.
19. Juli bis 8. September 2019.
Kunsthalle Schweinfurt

 

Ragnar Kjartansson, Vernissage: 19. Juli 2019, 19.00 Uhr

Der isländische Künstler Ragnar Kjartansson gehört zu den Lieblingen der Kunstszene. So verspielt und selbstironisch sind ansonsten nur wenige. Vielleicht liegt es an den Schauspielereltern des Künstlers, dass ihn Grenzen zwischen Theater, Kunst, Literatur nicht kümmern. In Stuttgart ist jetzt eine Überblicksschau zu sehen.

Kunstmuseum Stuttgart, Kleiner Schlossplatz 1, Stuttgart.
20. Juli bis 20. Oktober 2019.
Kunstmuseum Stuttgart

 

Comeback, Vernissage: 19. Juli 2019, 19.00 Uhr

Gut möglich, dass es ein Symptom verunsicherter Zeiten ist, wenn vermehrt Rückgriffe auf die Kunstgeschichte stattfinden. Je neuer das Neue ist, desto bewährter erscheint das Alte. Künstler wie Wim Delvoye, Christian Jankowski, Chantal Michel oder Yinka Shonibare beziehen sich performativ und strategisch auf das Vergangene.

Kunsthalle Tübingen, Philosophenweg 76, Tübingen.
20. Juli bis 10. November 2019.
Kunsthalle Tübingen