02/12/17

Lara Steinemann

Die Künstlerin fotografiert Dinge als sähe sie sie zum ersten Mal

von red.

laurasteinemann.jpgLara Steinemann, Sahne, 2016, Projektion, Courtesy the artist
*1989 in Hamburg, lebt und arbeit in Ihríngen und Zürich

Ich fotografiere Banalitäten und Dinge, und reagiere auf sie mit der Art und Weise wie ich fotografiere, die Fotografien auswähle, bearbeite, verfremde, platziere, anpasse oder forme. Mal versuche ich so zu gucken als sähe ich die Dinge zum ersten Mal, mal sehe ich etwas so lange an bis es nicht mehr zu sehen ist, mal unvoreingenommen, naiv, trotzig oder selbst überrascht.

Mir gefällt die Annahme, dass wir nur sehen, was wir wissen, obwohl uns die Dinge anschauen, wir nach draußen gucken und wissen, dass sie nur Täuschungen sind. Sehen als denken sehen!

Als bildhauerische Fotografin erzeuge ich absurde Intervention oder wunderliche Räume. Die Sahne erwärmen. Den Zucker, die Eigelbe und das Ei schlagen bis es cremig ist und in die Sahne einrühren. Dann die Sahne ins TK-Fach stellen und alle halbe Stunde umrühren. Ergibt ein sehr cremiges und auch erfrischendes Sahneeis.

 

Regionale 18, Kunstverein Freiburg, 24. November 2017 bis 7. Januar 2018.

 

 

 




Laura Steinemann